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Corporate Governance Bericht 2006


Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

 

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (in seiner Fassung vom 12. Juni 2006) wurde im Geschäftsjahr 2006 mit nachfolgend aufgeführten Abweichungen entsprochen. Auch in Zukunft will die Gesellschaft entsprechend verfahren.

 

2.3.4. Übertragung der Hauptversammlung

Nordex bietet bislang keine Übertragung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmittel (z.B. Internet) an. Die Gesellschaft weicht von dieser Anregung ab, weil sie der Auffassung ist, dass bei dem bislang geringen Interesse ihrer Aktionäre an derartigen Angeboten die Kosten nicht gerechtfertigt sind. Zudem ist nur ein geringer Teil der Aktionäre mit der notwendigen Technologie ausgestattet, um die Versammlung in Echtzeit am Bildschirm verfolgen zu können. Zurzeit hält Nordex Pressearbeit als Mittel zur Kommunikation der auf der Hauptversammlung geführten Debatte für zielführender.

 

3.8 D&O-Versicherung

Nordex verzichtet auf einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung) für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Nordex ist der Überzeugung, dass die Mitglieder der Gremien alles tun, um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Die Verantwortung und Motivation, in diese Richtung zu wirken, wird nicht durch einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung gefördert. Zudem hat ein möglicher, angemessener Selbstbehalt auch auf die Versicherungsprämie keine Auswirkungen.

 

4.2.3 + 4.2.4 + 4.2.5. Individualisierter Ausweis der Bezüge

Nachdem die Hauptversammlung der Gesellschaft gemäß § 286 Abs. 5 HGB von ihrem Recht Gebrauch gemacht und beschlossen hat, dass die in § 285 Abs. 1 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 9 und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB verlangten Angaben zum individualisierten Ausweis der Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft im Anhang der Jahres- und Konzernabschlüsse, beginnend mit dem am 1. Januar 2006 beginnenden Geschäftsjahr für fünf Jahre, also bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2010, unterbleiben, weist Nordex die Bezüge der Vorstandsmitglieder einschließlich der Leistungen, die Vorstandsmitglieder von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder gewährt worden sind, weiterhin nicht individualisiert aus. Die Bezüge des Vorstands insgesamt sind im Geschäftsbericht auf Seite 93 veröffentlicht. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass die Details des Vergütungssystems eine zentrale Information für die Kapitalmärkte darstellen. Allerdings weist die Gesellschaft darauf hin, dass alle Vorstandsmitglieder Anteile an der Nordex AG halten: Thomas Richterich (Vorsitzender) und Dr. Hansjörg Müller (Operations) sind über stille Unterbeteiligungen (ohne Stimm- und Veräußerungsrecht) bei den Finanzinvestoren mit 206.143 bzw. 164.915 Aktien (sowie Herr Müller mit 4.500 weiteren Aktien) investiert und damit über die Aktienkursentwicklung angebunden. Carsten Pedersen (Vertrieb) hält direkt 99.000 Aktien und indirekt, durch seine 50%ige Beteiligung an der Nordvest A/S, rund 2,65 Mio. Aktien.

 

5.4.5 Aufsichtsratsvergütung


Der Aufsichtsrat erhält keine erfolgsabhängige Vergütung. Nordex ist grundsätzlich nicht der Überzeugung, dass diese Vergütungsform die Qualität der Überwachung durch den Aufsichtsrat verbessert. Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft veröffentlicht. Sie beträgt 15.000 Euro pro Jahr für jedes Aufsichtsratsmitglied. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrags.

 

4.3.2. + 5.5.2 Potenzielle Interessenkonflikte

In zwei Fällen üben Aufsichtsräte der Nordex AG bei Geschäftspartnern von Nordex eine Organfunktion aus. In einem Fall hält ein Vorstandsmitglied an einem Geschäftspartner Gesellschaftsanteile. In allen drei Fällen ergeben sich keine wesentlichen Interessenskonflikte. Im Einzelnen: 

Die Siempelkamp Gießerei GmbH & Co. KG beliefert Nordex mit Gussteilen für Windenergieanlagen. Die G. Siempelkamp GmbH & Co. KG hält als Konzernführungsgesellschaft der Siempelkamp-Gruppe 100% der Anteile an der Siempelkamp Gießerei  GmbH & Co. KG. Als Sprecher der Geschäftsführung der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG ist das Aufsichtsratsmitglied der Nordex Dr. Hans Fechner nicht in die entsprechenden operativen Fachentscheidungen der Siempelkamp Gießerei GmbH & Co. KG einbezogen und nimmt im Einzelnen keinen Einfluss auf die Ausgestaltung dieser Geschäftsbeziehungen.

Der Nordex Aufsichtsrat Martin Rey ist Executive Director der Babcock & Brown Ltd., Sydney, und Geschäftführer der Babcock & Brown GmbH, München. Im Jahr 2006 haben Gesellschaften aus der Babcock & Brown-Gruppe Windenergieanlagen von Nordex erworben. Herr Rey war nicht persönlich in die Vertragsverhandlungen zwischen Nordex und Babcock & Brown einbezogen und hat hierauf keinen bestimmenden Einfluss ausgeübt.

Das Vorstandmitglied der Nordex AG Carsten Pedersen ist an der Welcon A/S beteiligt. Welcon zählte im Berichtsjahr zu den Turmlieferanten der Nordex-Gruppe. Die Einkaufsbeziehungen zu Welcon sind streng marktkonform gestaltet. Bestellungen werden erst nach intensiven Preis- und Leistungsvergleichen ausgelöst. In diese Fachentscheidungen ist Herr Pedersen als Vertriebsvorstand nicht involviert. Da Welcon zu den leistungsfähigsten Turmherstellern in Nordeuropa zählt, gehört das Unternehmen seit Jahren zum Lieferantenkreis von Nordex.

Abschließend weist Nordex darauf hin, dass Aufsichtsräte persönliche Mandate mit Geheimhaltungspflichten wahrnehmen.

 

7.1.2 Veröffentlichungsfristen

Nordex erfüllt die Zulassungsfolgepflichten des Prime Standards. Diese Transparenzstandards der Deutschen Börse zählen zu den strengsten in Europa. Unter anderem schreibt die Börsenordnung vor, dass die Unternehmen ihren Jahresabschluss vier Monate und Quartalsberichte zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraums publizieren müssen. Nordex ist der Auffassung, dass die vom Kodex geforderte 90 beziehungsweise 45 Tage-Regel nicht notwendig zu einer höheren Transparenz führt. Zudem ist die Einhaltung kürzerer Fristen durch die Abrechnungsmodalitäten im Maschinen- und Anlagenbau nur schwer realisierbar. Ihre Quartalsberichte wird die Gesellschaft auch weiterhin innerhalb der branchenüblichen Frist von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen.

 



 
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