11.08.2011, Ad-hoc-Mitteilung

Nordex erwartet 2011 weiterhin Umsatz-Milliarde, EBIT-Ziel erst 2012 erreichbar

• Auftragseingang legt um 59% auf EUR 522,4 Mio. zu

• Strukturkosten und weiterer Preisdruck belasten EBIT

• Einsparungen bei Personal- und Betriebsaufwand beschlossen

• Vorstand prüft Optionen für strategische Allianzen in einzelnen Geschäftsfeldern

• 39% Eigenkapitalquote und EUR 184,2 Mio. Liquidität

Hamburg, 11. August 2011. Im ersten Halbjahr 2011 ist die Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554) wieder zweistellig gewachsen. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf EUR 403,3 Mio. (Vorjahr: EUR 349,8 Mio.). Wesentlich hierfür war das anziehende US-Geschäft, das inzwischen 25 Prozent (Vorjahr: 12%) vom Gruppenumsatz ausmachte. Noch positiver entwickelte sich der Auftragseingang, der um 59 Prozent auf EUR 522,4 Mio. (Vorjahr: EUR 329,1 Mio.) zulegte. Damit lag die Gesellschaft deutlich über dem Durchschnittswert der Windindustrie, die nach Branchen-Informationen im Neugeschäft um 11 Prozent wuchs. Gleichzeitig stieg der fest finanzierte Auftragsbestand auf EUR 580,6 Mio. (31.12.2010: EUR 411 Mio.), inklusive der bedingten Aufträge von EUR 1.489 Mio. betrug der Auftragsbestand über EUR 2 Milliarden.

 

Die Bruttomarge lag im Berichtszeitraum mit 28,0 Prozent (Vorjahr: 28,5%) auf einem weiterhin hohen Niveau. Belastend wirkte sich dagegen der Anstieg der Strukturkosten aus. So erhöhte sich der Personalaufwand um 12,5 Prozent auf EUR 66,6 Mio. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen legte um EUR 11,0 Mio. auf EUR 43,2 Mio. zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging auf EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: 7,1 Mio.) zurück. Insgesamt verzeichnete der Konzern einen Verlust von EUR -4,1 Mio., wesentlich war hierfür das Finanzergebnis in Höhe von EUR -7,4 Mio.

 

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich zum Bilanzstichtag auf 39,0 Prozent (31.12.2010: 37,6%). Gleichzeitig erhöhte sich die Liquidität durch zwei im Frühjahr 2011 durchgeführte Kapitalmaßnahmen kräftig um 30,5 Prozent auf EUR 184,2 Mio. (31.12.2010: EUR 141,1 Mio.). Das Working-Capital stieg auf EUR 373,4 Mio. (31.12.2011: EUR 244,7 Mio.). Dies war zum Teil durch Projektverzögerungen während der Bauphase größerer Windparks verursacht.


 
Angesichts hoher Strukturkosten und weiterhin fallender Absatzpreise will die Gesellschaft kurzfristig in Summe rund EUR 50 Mio. beim Personalaufwand und bei den sonstigen betrieblichen  Aufwendungen einsparen. Im Jahr 2010 hatte Nordex bereits ein Programm zur Senkung der Produktkosten eingeführt, das im Jahr 2012 abgeschlossen sein soll. Zudem prüft Nordex jetzt Optionen, einzelne Geschäftsfelder zukünftig in strategischen Allianzen zu führen, um sich  schlagkräftiger auszurichten. Dies betrifft vor allem die Regionalgesellschaft in Asien und die Offshore-Aktivitäten.

 

Ziel der Maßnahmen ist es, im Jahr 2012 wieder eine Verbesserung der EBIT-Marge und einen leichten Anstieg im Umsatzvolumen zu erzielen. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand jetzt aufgrund des intensiven Wettbewerbs ein niedriges positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderaufwendungen, das unterhalb der ursprünglichen Erwartungen von 4% liegt. Dagegen hält Nordex an seinen Zielen für den Umsatz und das Neugeschäft in 2011 fest. Der Umsatz soll rund EUR 1 Milliarde erreichen und der Auftragseingang um 20 Prozent auf dann ebenfalls EUR 1 Milliarde steigen. Zudem soll das Working-Capital durch die Schlussrechnung zahlreicher Projekte im zweiten Halbjahr 2011 deutlich sinken.

 

(in Mio. EUR / %) H1 2011  H1 2010  Q2 2011  Q2 2010
Umsatz               403,3       349,8       220,1      199,3
Brutto-Marge       28,0%       28,5%      27,9%     29,2%
Strukturkosten   122,4        100,8         68,6        54,2
EBIT                     1,6            7,1          1,2          6,7
Konzern-Gewinn   -4,1            2,9         -2,2          3,0
Auftragseingang  522,4        329,1      368,2         258

 

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