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Corporate Governance Bericht 2003


Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

 

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (in seiner Fassung vom 21. Mai 2003) wurde im Geschäftsjahr 2003/04 mit nachfolgend aufgeführten Abweichungen entsprochen und soll in Zukunft entsprochen werden.

 

3.8 D&O-Versicherung

Nordex verzichtet auf einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung) für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Nordex ist der Überzeugung, dass die Mitglieder der Gremien alles tun, um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Die Verantwortung und Motivation, in diese Richtung zu wirken, wird nicht durch einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung gefördert. Zudem hat ein möglicher Selbstbehalt auch auf die Versicherungsprämie keine Auswirkungen.

 

4.2.3 – 4 Individualisierter Ausweis der Bezüge

Nordex weist die Bezüge der Vorstandsmitglieder weiterhin nicht individualisiert aus. Zudem verzichtet die Gesellschaft darauf, die Grundzüge des bestehenden flexiblen Vergütungssystems des Vorstands öffentlich darzustellen. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass die Details des Vergütungssystems eine zentrale Information für die Kapitalmärkte darstellen.

 

5.4.5 Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat erhält keine erfolgsabhängige Vergütung. Nordex ist grundsätzlich nicht der Überzeugung, dass diese Vergütungsform die Qualität der Überwachung durch den Aufsichtsrat verbessert. Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft veröffentlicht.

 

5.5.2 Potenzielle Interessenkonflikte

In vier Fällen üben Aufsichtsräte der Nordex AG bei Geschäftspartnern von Nordex eine Organ- bzw. Beratungsfunktion aus oder es bestehen Geschäftsbeziehungen zu anderen Herstellern von Windenergieanlagen. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Interessenskonflikte. Im Einzelnen:

 

Das Aufsichtratsmitglied Flemming Pedersen ist zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der Welcon A/S. Welcon hat im Berichtsjahr vor allem als Turmlieferant Geschäftsbeziehungen zur Nordex unterhalten. Die Einkaufsbeziehungen zu Welcon sind streng marktkonform gestaltet. Bestellungen werden erst nach intensiven Preis- und Leistungsvergleichen ausgelöst. Da Welcon in Nordeuropa zu den leistungsfähigsten Turmherstellern zählt, gehört das Unternehmen seit Jahren zum Lieferantenkreis von Nordex.

 

Die HSH Nordbank AG ist mit Nordex über Kreditbeziehungen geschäftlich verbunden. Das Vorstandsmitglied der Bank Hans Berger ist im Nordex-Aufsichtsrat vertreten. Im Bereich der Geschäftsziehungen zu Nordex ist Herr Berger nicht unmittelbar verantwortlich und übt entsprechend keinen direkten Einfluss aus.

 

Die G. Siempelkamp GmbH & Co. KG beliefert neben Nordex auch andere Hersteller mit Gussteilen für Windenergieanlagen. Als Sprecher der Geschäftsführung von Siempelkamp ist das Aufsichtsratsmitglied der Nordex Dr. Hans Fechner nicht in die entsprechenden operativen Fachentscheidungen des Unternehmens einbezogen und nimmt im Einzelnen keinen Einfluss auf die Ausgestaltung dieser Geschäftsbeziehungen.

 

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Eberhard Freiherr von Perfall berät als Fachanwalt die Rechtsanwaltskanzlei Lovells, die einzelne Beratungsaufträge für die Nordex AG durchgeführt hat. Herr Dr. von Perfall war in diese Mandate nicht persönlich involviert und hat zu keiner Zeit Einfluss auf die Geschäftsbeziehungen ausgeübt.

 

Abschließend weist Nordex darauf hin, dass Aufsichtsräte persönliche Mandate mit Geheimhaltungspflichten wahrnehmen.

 

7.1.2 Veröffentlichungsfristen

Nordex erfüllt die Zulassungsfolgepflichten des Prime Standards. Diese Transparenzstandards der Deutschen Börse zählen zu den strengsten in Europa. Unter anderem schreibt die Börsenordnung vor, dass die Unternehmen ihren Jahresabschluss vier Monate und Quartalsberichte zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraums publizieren müssen. Nordex ist der Auffassung, dass die vom Kodex geforderte 90 beziehungsweise 45 Tage-Regel nicht notwendig zu einer höheren Transparenz führt. Zudem ist die Einhaltung kürzerer Fristen durch die Abrechnungsmodalitäten im Maschinen- und Anlagenbau nur schwer realisierbar.

 


 
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