Das Prinzip der Condition Monitoring Systeme basiert auf der Erfassung von Körperschallschwingungen, die z.B. von Lagern und Verzahnungen erzeugt werden. Die Signalaufnahme erfolgt mittels spezieller Beschleunigungssensoren, die an definierten Messpunkten der einzelnen Triebstrangkomponenten angebracht werden.
In einer dreimonatigen Inbetriebnahmephase erfolgt die Erstellung eines individuellen Schwingungsbildes, des sogenannten „Fingerprints“, für die Anlage und deren Komponenten. Die ermittelten Werte werden in einer „Blackbox“ als Kennwerte hinterlegt. Während des Betriebs der Anlage werden die gemessenen Ist-Werte automatisch online durch Messroutinen und Messmethoden, wie die Frequenz-, Hüllkurven- und Ordnungsanalyse, mit den im System hinterlegten Soll-Werten verglichen. Werden Kennwertabweichungen oder –überschreitungen festgestellt, setzt das System automatisch eine Warn- oder Alarmmeldung an die zentrale Nordex-Fernüberwachung ab. Dort können auf Basis jahrelang gesammelter Erfahrungen zutreffende Aussagen über den Grad der Veränderung oder des Verschleißes getroffen und rechtzeitig Servicemaßnahmen eingeleitet werden.