Wie lange ist Nordex bereits in China aktiv?
1998 sind wir als erster Hersteller unserer Industrie mit einem Werk nach China gegangen. Im Rahmen des Programms „Ride the Wind“ haben wir ein Joint Venture in Xi´an gegründet, das 600 kW-Anlagen lokal für den chinesischen Markt gefertigt hat.
Was genau macht Nordex in China?
Heute bauen wir an zwei Standorten Großanlagen für chinesische Kunden. In Yinchuan montieren wir unsere Turbinen, und in Dongying produzieren wir unsere Rotoren. In Beijing sitzen der Vertrieb, das Engineering, das Projektmanagement und der Service. Das heißt, von hier aus steuern wir die Errichtung unserer Windparks und kümmern uns um die Wartung der Maschinen im Feld. Außerdem geht es darum, unsere Anlagen an spezielle Standorte anzupassen. Das können besonders kalte Regionen (Dauerfrost) sein, für die wir sogenannte Cold-Climate-Versionen entwickelt haben.
Wie viele Windenergieanlagen werden pro Jahr in China gefertigt?
Im Jahr 2007 war China mit 3.300 MW Neubauleistung nach den USA und Spanien bereits der drittgrößte Markt der Welt. Das entspricht etwa rund 3.000 neuen Windenergieanlagen. Der Großteil der Turbinen ist im Land selbst hergestellt worden. Das sieht das Gesetz so vor. Exporte aus China gibt es im Bereich Windenergie so gut wie noch nicht.
Wie viele Menschen arbeiten für Nordex in China?
In den beiden Werken und in der Zentrale in Beijing beschäftigen wir rund 400 Mitarbeiter.
Warum produzieren wir in China?
Etwa 90 Prozent unserer Jahresproduktion kommt derzeit aus den deutschen Werken. Für unsere Kunden in China müssen wir jedoch vor Ort produzieren, um unsere Kosten an das lokale Preisniveau anzupassen. Übrigens verlangt die chinesische Regierung auch eine lokale Wertschöpfung bei Ausschreibungen.
Was macht den chinesischen Markt so interessant für Nordex?
China ist vor allem wegen der Wachstumsaussichten so interessant. Das Wirtschaftswachstum hat einen enormen Bedarf an Kraftwerken erzeugt, die heimische Energieträger nutzen. Und wir finden hier eine gute Basis, um in Zukunft von China aus angrenzende Märkte zu bedienen. China ist also auch eine Art Brückenkopf für Nordex in Asien.
Wie sieht die künftige Entwicklung von Nordex in China aus?
China kann schon in wenigen Jahren für rund 20 Prozent unserer Umsätze stehen. Bis es soweit ist, müssen wir jedoch noch die Werke im Land ausbauen. Jetzt planen wir weitere rund 50 Millionen Euro für neue Kapazitäten und deutlich mehr Beschäftigte.